Buddha – Bedeutung und Entstehung

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Buddha – Bedeutung und Entstehung

Buddha ist zum einen ein Begriff des buddhistischen Glaubens und zum anderen auch der Name für einen Mann, der etwa im 5. – 6. Jahrhundert v. Chr. im heutigen Nepal lebte. Doch was genau beschreibt das Wort Buddha und warum wurde der Jüngling aus einem Adelsgeschlecht so bezeichnet? Hier erfährst Du mehr darüber.

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Was ist ein Buddha?

Buddha ist kein eigentlicher Name, sondern bedeutet übersetzt „Erleuchteter“ und ist die Bezeichnung für einen sehr weisen Menschen. Mit dem Begriff Buddha wird jemand bezeichnet, der nach buddhistischen Gauben zu wahrer Erkenntnis gelangt bzw. zu einem reinen Bewusstsein erwacht ist. Ein Buddha ist sehr weise und voller Empathie mit allem Lebendigen, hat das Nirwana auf Erden erlangt und ist somit aus dem ewigen Kreislauf von Leben und Tod durch Reinkarnation ausgestiegen.

Was bedeutet Buddha?

Als eine der einflussreichsten Weltanschauungen in weiten Teilen Asiens ist der Buddhismus bereits 600 v. Chr. in Indien entstanden, von wo aus er sich nach Ost- und Südostasien ausbreitete. Als Gründer des Buddhismus gilt der berühmte Siddhartha Gautama, auch Buddha genannt. 

Siddhartha Gautama Buddha gilt als die Verkörperung des buddhistischen Glaubens bzw. dessen erklärtes Ziel: die Erleuchtung / Erwachung. Er hat die vier edlen Wahrheiten erkannt und umgesetzt, die Vollkommenheit reinen Bewusstseins verinnerlicht und absolute Weisheit erlangt.

Wer war der erste Buddha?

Den Schriften nach zu urteilen war der erste Buddha Siddhartha Gautama. Der Religionsschriftsteller, der sich hinter der historischen Person Buddha verbirgt, hat mit seiner Lehre den Grundstein für die heutige Weltreligion des Buddhismus gelegt.

Die Entstehung des ersten Buddhas

Als Sohn königlicher Eltern wurde der erste Buddha im 5. Jahrhundert v. Chr. im heutigen Nepal, genauer in Lumbini-Hain bei der Stadt Kapilavastu geboren. Als Sohn eines Vaters mit hoher Position in der Adelsrepublik verbringt er seine Kindheit und Jugend wohlbehütet und fern von Armut. Sein richtiger Name war Siddhartha Gautama.

Angeblich wurde die Mutter Buddhas trotz vieler Versuche erst nach langer Zeit schwanger, nachdem ihr im Traum ein weißer Elefant erschienen war. Dies deutete der brahmanische Berater des Königs als Ankündigung eines großen Königs oder des Buddhas. 

Der junge Siddhartha lebte unbeschwert und abgeschirmt vom Rest der Welt. Mit 29 Jahren wollte er die Welt kennenzulernen und unternahm die berühmten 4 Ausfahrten, auf denen er Dinge entdeckte, die ihm bis dahin fremd waren:

  • Alter
  • Krankheit
  • Tod
  • Religion

Das war der Anlass für ihn, sein Zuhause zu verlassen und sich auf den Weg zu machen, um diese 4 Dinge zu überwinden. 

Vorerst beschritt Siddhartha den Weg der Askese, verlor extrem an Gewicht und lebte in Lumpen gehüllt als Bettelmönch mit seinen Begleitern auf der Straße. Schließlich kam er zu der Erkenntnis, dass diese Art des Lebens ihn nicht ans Ziel brachte und beschritt von da an den sogenannten „mittleren Pfad“ bzw. den „Edlen achtfachen Pfad“, dessen Ziel es war und noch immer ist, den eigenen Geist zu entwickeln, um Erleuchtung zu erlangen

Beschrieben wird der Edle achtfache Pfad so: rechtes Glauben, rechtes Denken, rechtes Sprechen, rechtes Tun, rechtes Leben, rechtes Streben, rechte Konzentration, rechtes sich Versenken.

Mit dieser Erkenntnis zog Buddha sich 49 Tage zum Meditieren zurück, um mithilfe der meditativen Versenkung die Überwindung der 4 Probleme Alter, Krankheit, Tod und Religion zu erreichen. Letztendlich gelang es Siddhartha, eine umfassende höhere Einsicht über das Leben und seine Existenz zu erlangen und sich gefühlsmäßig von allen Bindungen des irdischen Lebens zu befreien inkl. dem Reinkarnationszyklus.

Danach verbreitete er sein Wissen und zog mit seinen Jüngern als Bettelmönch durch Indien. Mit 80 Jahren verstarb er im Kreise seiner Jünger, nachdem er wissentlich eine vergiftete Mahlzeit zu sich genommen hatte.

Warum wird Buddha verehrt?

Buddha ist nicht der Gott der Buddhisten, den diese anbeten. Im Gegensatz zu anderen Religionen gibt es im Buddhismus diese Art der Anbetung nicht. Dennoch wird Siddhartha Gautama Buddha als erwachtes bzw. erleuchtetes Wesen und aufgrund seiner Lehren und seines Wirkens von den Buddhisten verehrt.

Ist Buddha ein Gott?

Zwar gibt es in manchen buddhistischen Strömungen auch Götter. Diese haben jedoch lange nicht den Stellenwert, wie etwa der Gott des Christentums. Buddha wird von den Buddhisten also nicht als ein allmächtiges Wesen verehrt, sondern als weiser Mensch mit einem erwachten Bewusstsein

Symbole des Buddha / Buddhismus

Zu den bedeutendsten Zeichen im Buddhismus gehören die 8 glückverheißenden Symbole. Nach buddhistischer Lehre überreichte Buddha diese Gegenstände den Göttern nach seiner Erleuchtung: 

Der kostbare Schirm

Er gilt als Symbol für den Schutz sowohl vor dem Wetter, als auch vor Widersachern und Krankheit, und steht ebenso für Mitleid wie als königliches Attribut.

Das goldene Rad / Rad des Dharmas

Das Rad gilt im alten Indien als Symbol für den Kreislauf der Schöpfung. Im Buddhismus wurde das Rad zum Symbol für die Lehre Buddhas, die man auch als „Dharmachakra“ = „Rad des Gesetzes“ bezeichnet. 

Das Siegesbanner

Als typisches Siegeszeichen aus der Kriegsführung wurde das Siegesbanner zum Symbol für die Erleuchtung Buddhas.

Zwei Fische aus Gold

Der Fisch steht für Glück, Reichtum und Fruchtbarkeit aufgrund seiner Freiheit im Wasser. Schon immer war der Fisch außerdem Symbol der beiden Flüsse Yamuna und Ganges in Indien, die als Sinnbild für Glück, Reichtum und Leben gelten. 

Die Lotusblüte

Die Lotusblüte steht für vollkommene Reinheit und göttliche Herkunft. Die Blüte des heiligen Lotuspflanze gilt als Symbol für Reinheit, Wissen und Erleuchtung.

Das Salzgefäß

Das indische Salzgefäß symbolisiert aufgrund seiner Form und Verzierungen Wohlstand und ein langes Leben

Das Muschelhorn

Das Muschelhorn gilt als Zeichen von Macht und Souveränität und gibt seinem Träger die Kraft, die Lehre (das Dharma) des Buddhismus zu verbreiten.

Der endlose Knoten

Der endlose Knoten ist das Symbol für Buddhas unendliche Weisheit und Mitgefühl. 

Weitere buddhistische Symbole wären beispielsweise:

Die Augen des Buddha

Die Augen sollen die Präsenz des göttlichen (reinen) Bewusstseins in jeglicher Existenz ausdrücken. Die Wellenlinie zwischen den Augen steht für die Zahl 1 – das Zeichen für die Einheit aller Dinge. Der Punkt mittig über den Augen symbolisiert das sogenannte „Dritte Auge“ – das Zeichen für wahres spirituelles Erwachen. 

Darstellungsformen des Buddha

Buddha Figuren gibt es in allen möglichen Formen.

Sitzender Buddha

Bei dem im Schneidersitz sitzenden Buddha handelt es sich um den sogenannten historischen Siddhartha Gautama Buddha, auch als BUDDHA SHAKYAMUNI bezeichnet, nach seinem Adelsgeschlecht.

Stehender Buddha

Die stehende Buddha Statue soll zu innerer Erleuchtung führen und ihre Herstellung wird als gute Tat betrachtet. Sie gilt als sogenannte ikonische Darstellung des Buddhas. 

Liegender Buddha

Ein liegender Buddha steht für das Erreichen des Ziels – den Eintritt Buddhas ins Nirwana. 

Wer ist der lachende Buddha?

Der lachende Buddha stammt aus China bzw. Japan und gilt in beiden Kulturen als Gott des Glücks. 

Fazit:

Der buddhistische Glauben sieht in jedem Menschen das Potenzial, ein Buddha zu werden und Erleuchtung zu erlangen, indem er seine eigenen Unzulänglichkeiten beseitigt und alle seine Potenziale entwickelt. Im Westen steht der Buddha für Gelassenheit und Achtsamkeit. In vielen Bereichen wie der Ernährung, dem mentalen Training und auch dem Weg zum Glücklichsein sind buddhistische Praktiken zu finden. Und für manch einen von uns ist die Figur des Buddha auch einfach nur ein Glücksbringer. 

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