Namaste: was bedeutet der indische Gruß?

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Namaste

Was bedeutet der indische Gruß?

Hören wir die indische Grußformel „Namaste“, denken viele von uns an einen Yogi, zumindest aber einen Menschen, der die Hände vor dem Herzen faltet und sich ehrfürchtig verbeugt. Doch was genau heißt Namaste und was hat es mit dem indischen Gruß auf sich? Im folgenden Beitrag klären wir darüber auf.

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Was bedeutet Namaste?

Das Wort „Namaste“ stammt aus dem indischen Sanskrit, eine der ältesten noch heute verwendeten Sprachen. Im Sanskrit bedeutet:

nama as te (sanskrit) नमस्ते = verbeugen ich du

Die Namaste Übersetzung lautet: „Ich verbeuge mich vor dir!“ 

Für Menschen wie den Yogis ist, welche diese Grußformel bewusst nutzen, ist die übertragende Bedeutung von Namaste allerdings viel mehr als die bloße Übersetzung.

Wann nutzt man die Namaste Begrüßung?

Die Namaste Begrüßung ist mehr als ein „Hallo“ unter Yogis. Sie beruht auf dem hinduistischen Glauben und der Annahme, dass in jedem Menschen ein göttlicher Funke ruht und die eigene Seele mit diesem Gruß die Seele des Gegenübers würdigt. 

Die berühmte Erklärung von Mahatma Gandhi gegenüber Einstein zur Namaste Begrüßung drückt die Absicht dahinter sehr schön aus:

“Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum wohnt. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide eins sind.”

– Mahatma Gandhi

In hinduistischen Ländern, wie beispielsweise Indien, ist dieser respektvolle Gruß Bestandteil des alltäglichen Lebens. In den westlichen Ländern wird Namaste in der Regel unter den Praktizierenden von Yoga und Mediation genutzt. So begrüßt und verabschiedet ein Yogalehrer seine Schüler mit Namaste und diese wiederum bezeugen dem Yogalehrer durch die Erwiderung ihren Respekt.

Wie genau funktioniert die Namaste Begrüßung?

Wenngleich die Namaste Begrüßung in den meisten Fällen laut formuliert wird, reicht es auch aus, nur die entsprechende Geste auszuführen. Diese nennt man Anjali Mudra  – und geht folgendermaßen:

  • Du legst deine Hände vor der Brust bzw. dem Herz Chakra mit den Handflächen einander. Die Fingerspitzen zeigen dabei nach oben.
  • Durch diese Handhaltung möchte man beide Hirnhälften miteinander vereinen.
  • Anschließen neigst du mit geschlossen Augen deinen Kopf in Richtung Herz.

Es gibt noch eine Steigerung des Anjali Mudra, mit dem man besonders großen Respekt ausdrücken möchte.

  • Dafür werden die Hände wie oben beschrieben gehalten.
  • Während man den Kopf neigt berühren die Spitzen der Zeigefinder den Bereich zwischen den Augen – dem sogenannten Dritten Auge.

Im Yoga steht das dritte Auge für das Zentrum der Energie im Körper. 

Wie antworte ich auf Namaste?

Da Namaste nicht nur als eine Begrüßung oder Verabschiedung gilt, sondern als eine Art Vereinigung oder Verbindung zwischen den Menschen, die sich begegnen, antwortet man genauso, wie man begrüßt wird. Das lässt deinem Gegenüber erkennen, dass du seine Ehrerbietung wahrgenommen hast und ihm mit dem gleichen Respekt begegnest.

Nutzen ausschließlich Hindu den Namaste-Gruß?

Geboren aus der alten Gelehrtensprache Indiens wird Namaste heutzutage nicht nur von Hindus verwendet, sondern wie bereits erwähnt von vielen Yoga praktizierenden, meditierenden und Anhängern des hinduistischen Glaubens auf der ganzen Welt.

Wie hängen Yoga und der Namaste-Gruß zusammen?

In der Yogalehre werden viele Wörter aus dem indischen Sanskrit verwendet und so bedienen sich sowohl Lehrer als auch Schüler der Namaste-Grußformel. Dabei geht es den Yogis zum einen um die Wertschätzung des Gegenübers und zum anderen um das gemeinsame Verbinden, wobei die Rollen von Lehrer und Schüler aufgehoben werden. Laut der Yogapraktizierenden erschafft der Namaste-Gruß eine besondere Atmosphäre und sorgt für eine angenehme Stimmung im Raum.

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