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Diwali Festival – das indische Lichterfest

Diwali ist eines der bedeutendsten Feste im hinduistischen Glauben. Alljährlich kommen zum Diwali Lichterfest die Menschen zusammen, um den Sieg des Lichtes bzw. des Guten über die Dunkelheit und das Böse zu feiern. Je nach Region kann sich das Diwali über einen bis 5 Tage erstrecken und aufgrund seiner religiösen Bedeutung mit unserem Weihnachtsfest verglichen werden. In Nordindien fällt Diwali auf den Neujahrstag.

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Was beutet Diwali?

Das Wort Diwali ist abgeleitet von dem Sanskrit Wort Dipavali, was so viel wie „Lichterkette“ bedeutet. Der Begriff ist im Grunde eine Zusammensetzung aus 

  • Dipa = Licht
  • Vali = Reihe 

Diwali kann somit auch einfach als „eine Reihe Lichter“ übersetzt werden. Umgangssprachlich wird Diwali weithin das ‚Lichterfest‚ genannt. 

Je nach Bundesstaat in Indien benutzen die Menschen ein anderes Wort für das Fest. Während man in Nordindien von Diwali spricht, gebraucht man in Südindien eher den Begriff Dipavali.

Wann feiert man das Lichterfest Diwali?

Das Diwali wird trotz seiner regionsbedingten unterschiedlichen Länge jedes Jahr zur selben Zeit – immer am Amavasya begangen. So nennt man den Neumond des Hindu-Monats Kartik. 

Das bedeutet, dass das Lichterfest Diwali immer in den Monaten Oktober oder November stattfindet. In den meisten Regionen Indiens ist Diwali der populärste Feiertag des Jahres. Das Fest startet in der Regel mit dem Dhan-Teras – dem 13. Tag nach dem Vollmond, geht weiter über zwei Tage bis zum 15. Tag nach dem Vollmond, wo dann das eigentliche Diwali stattfindet. Am darauffolgenden begehen die Hindus den Govardhan Puja – einen Feiertag zu Ehren Krishnas.

Warum feiern die Hindus das Diwali Fest?

Die Legenden in Bezug auf das Diwali Lichterfest sind verschieden. Zum einen ist es Lakshmi gewidmet – der Hindu Göttin für Schönheit, Wohlstand und Reichtum sowie ihrer Hochzeit mit Vishnu – dem Erhalter und Bewahrer der Welt

Ebenso wird das Diwali Lichterfest zu Ehren Rama gefeiert. Der Legende nach kehrte dieser nach seinem Sieg über den Dämonenkönig Ravana in die Hauptstadt des Königreiches seines Vaters zurück. 

Und der dritte Grund für das Diwali Fest ist der Sieg Krishnas über den Dämon   Narakasura. 

Weihnachten in Indien

Nicht nur das Anzünden vieler Lichter, die Geschenke für die Kinder und das gemeinsame Essen erinnern an das christliche Weihnachtsfest. Auch symbolisch haben beide Feste einiges gemeinsam.

Als Rama in die von der Verwüstung bedrohte Hauptstadt seines Vaters heimkehrte, feierten die Menschen die Rückkehr des Lichts und der Liebe Gottes. Dies ähnelt sehr der Geburt des Jesus Kindes und der damit verbundenen Hoffnung der Christen auf Gottes Beistand und Segen.

Wie feiern Hindus das Diwali Lichterfest?

Während des Lichterfestes Diwali wird jeder Feiertag in einer ganz bestimmten Art und Weise gestaltet. 

Der erste Tag – Dhanvantari Triodasi bzw. Dhantrayodashi

Dahn bedeutet Reichtum. Daher ist dieser Tag auch der Göttin Lakshmi und Dhvantari (hinduistischer Götter-Arzt) gewidmet. An diesem ersten Tag des Diwali werden Häuser und Wohnungen geputzt und aufgeräumt, neue Kleidungsstücke, Gegenstände zum Kochen sowie Schmuck und Wertgegenstände aus Silber und Gold eingekauft. 

Der zweite Tag – Naraka Chaturdashi oder Kali Chaudas

Dieser Tag vor dem eigentlichen Diwali ist geprägt durch die Legende von Sri Krishna, der zum damaligen Zeitpunkt den Dämon Narakasura besiegte. Die Menschen stehen an diesem Tag vor dem Sonnenaufgang auf, nehmen ein Bad mit Duftölen und hüllen sich in neue Gewänder. Es werden Öllämpchen entzündet und Familie und Freunde besucht. Man beschenkt sich gegenseitig mit Süßigkeiten und anderen Geschenken und entzündet ein Feuerwerk oder Knallfrösche. 

Der dritte Tag – Neumond oder Lakshmi Puja

Der dritte Tag ist der Diwali Tag und findet an Neumond statt. In Nordindien ist er der wichtigste Tag des Diwali Festes. Im Grunde ist es der Feiertag zu Ehren der Hochzeit von Lakshmi und Vishnu. Die überall entzündeten Lichter gelten als Einladung für Lakshmi – der Göttin des Lichts und des Reichtums. 

Die Hindus, besonders die Geschäftsleute unter ihnen, bitten Lakshmi um Glück und Wohlstand. Die Geschäfte in Indien sind zum Diwali Fest nicht nur geschlossen – sie werden auch genau wie die Häuser und Wohnungen gereinigt und geschmückt. Gleichzeitig wird der Rückkehr Ramas nach Ayodhya gedacht. 

Der vierte Tag – Govardhan Puja

Der vierte Tag gilt als der Neujahrstag, an dem die Hindus Krishna ehren. Er soll der Legende nach den Berg Govardhana angehoben haben, um damit seine Stammesbrüder vor einem drohenden Unwetter zu schützen. 

Der fünfte Tag – Bhau Beej bzw. Bhaiduj oder Bhayitika

An diesem Tag wird die Geschwisterliebe zelebriert. Brüder und Schwestern drücken ihre Zuneigung füreinander aus, indem sie gemeinsam Zeit verbringen, sich und ihre Familien gegenseitig einladen und sich beschenken. 

Viele Religionen ein Fest

Nicht nur im Christentum findet sich mit Weihnachten ein Fest, dass dem Diwali gleicht. Auch bei den Juden gibt es ein Lichterfestdas Chanukka. Es wird ebenfalls wie das Diwali mit der Familie und Freunden begangen. 

Im Islam gibt es einen ähnlichen Brauch – hier feiert man das Mewlid Kandili – auch Mawlid an-Nabi genannt – zu Ehren des Propheten Mohammed

Und auch die Buddhisten haben ein Lichterfest, bei dem sie mit dem Licht das Böse vertreiben. Es nennt sich Pavarana und wird am Ende der dreimonatigen Regenzeit begangen. Dieses Fest ist ebenfalls von der Tradition des Schenkens, des Schmückens von Häusern und Tempeln und des Entzündens von Lichtern geprägt.

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